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Erbsen retten

Mitten in den Verhandlungen mit den Druckereien und Buchbindern habe ich mir den Fuß gebrochen und musste den Druck des Monsterbuches für eine Weile verschieben. Die Monster haben diese Gelegenheit natürlich sofort ausgenutzt und sind allesamt davongeschlichen.

Nach langer Suche habe ich die ausgebüxten Gruselgestalten in einem Apfelbaum wiedergefunden. Das liebevoll angelegte Erbsenbeet unter dem Apfelbaum war völlig von den schmutzigen Monstertatzen zertrampelt. Einige der Monster klagten bereits über Bauchschmerzen.

Apfelmonster mit Bauchschmerzen

Apfelmonster mit Bauchschmerzen

Um zukünftig wenigstens die Erbsen zu retten, möchte ich den Apfelbaumbesitzern unter euch heute deshalb Theodor Storms überaus verständnisvolle und ausgesucht höfliche Zeilen an die Apfeldiebe dieser Welt ans Herz legen. Wenn ihr es ausdruckt und an euren Apfelbaum hängt, könnt ihr sicher bald eine köstliche Erbsensuppe geniessen:

Die verehrlichen Jungen, welche heuer

Meine Äpfel und Birnen zu stehlen gedenken,

Ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen

Wo möglich insoweit sich zu beschränken,

Daß sie daneben auf den Beeten

Mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten.

Theodor Storm, August.

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Ein Reporter, ein Hund, ein Kapitän und zwei Detektive

Heute habe ich ein paar Leckerbissen für alle Freunde von Tim und Struppi aus den Tiefen des Internets gefischt. In den beiden kleinen Filmen könnt ihr Hergé, dem Großmeister der belgischen Comic-Zeichenkunst, dabei zuschauen, wie er Tim und Struppi und Kapitän Haddock zeichnet. Weiter unten findet ihr außerdem einen kleinen Dialog zwischen den beiden Detektiven Schulze und Schultze über die Tücken ihrer Arbeit.

Struppi schnüffelt an einem Abfalleimer. Nach einer Zeichnung von Hergé.

Struppi schnüffelt an einem Abfalleimer. Nach einer Zeichnung von Hergé.

In den beiden kleine Filmen seht ihr, wie Hergé Tim und Struppi und Kapitän Haddock zeichnet.

… und hier ist der Dialog zwischen Schulze und Schultze, nachdem Tim bewiesen hat, dass die von den beiden Detektiven des Juwelendiebstahls verdächtigten Sinti und Roma unschuldig sind:

Schultze: „Da kann man ja sehen! Wenn wir mal jemanden überführt haben, dann ist er unschuldig.“

Schulze: „Als ob es Absicht wäre.“

(aus dem Heft „Die Juwelen der Sängerin“)