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Warum es keine Vampire gibt…

Gibts doch gar nicht...

Gibts doch gar nicht…

Jahrhundertelang glaubten Menschen an Vampire. Dann kam Georg, 10, aus Heppenheim, und bewies mit einer einfachen Rechnung, dass es keine Vampire geben kann:

Auf der Erde leben heute knapp 8 Milliarden Menschen. Georg nahm an, dass ein Vampir einen Menschen pro Monat braucht, um zu überleben.

Weil der von dem Vampir gebissene Mensch dann auch zum Vampir wird, gibt es nach einem Monat also zwei Vampire. Das bedeutet also, dass sich die Zahl der Vampire jeden Monat verdoppelt.

Nach zwei Monaten gibt es bereits vier Vampire. Schließlich haben beide Vampire jeweils einen Menschen gebissen.

Nur einen Monat später schweben schon acht Vampire durch die Dunkelheit der Nacht. Nach vier Monaten sind es schon sechzehn.

Ihr habt sicher schon ausgerechnet, wie viele Vampire es nach fünf Monaten geben muss? Richtig, es sind 32!

Verdoppelt sich die Zahl der Vampire jeden Monat weiter, kommen nach einem einzigen Jahr bereits rund 4100 Vampire zusammen. Die Hälfte der Blutsauger kommt natürlich im letzten Monat des ersten Jahres hinzu: Im Monat zuvor waren es noch ungefähr 2050. Im ersten Monat des nächsten Jahres wächst die Zahl der Vampire auf etwa 8200 an, im zweiten Monat auf rund 16.400.

So verdoppelt sich also eine immer größere Zahl von Vampiren von Monat zu Monat.

Die monatliche Verdopplung der Blutsauger

Die monatliche Verdopplung der Blutsauger

Insgesamt reichen etwas mehr als 33 Monate aus, damit die Zahl der Vampire die Acht-Milliarden-Marke erreicht. In diesem Fall gäbe es schon längst keine echten Menschen mehr auf dem Planeten. Wir wären allesamt verhungernde Vampire. Oder es hat von Anfang an keine Vampire gegeben.

Wenn ihr den Artikel bis hierhin gelesen habt, wisst ihr jetzt nicht nur, warum es keine Vampire gibt, sondern ihr habt auch ganz nebenbei auch das Geheimnis des exponentiellen Wachstums kennengelernt!

Vielen Dank an Georg für die elegante Beweisführung und an unseren Berater in allen mathematischen Belangen, Dr. Ingo Kraus!

Elephantulus

Elephantulus

Der possierlichste Nachklang zum Welttag des Elefanten am 12. August heisst Elephantulus und hat eine sehr längliche und sehr bewegliche Nase. Das Tierchen wiegt zwischen 30 und 70 Gramm und gehört zur Familie der Rüsselspringer. Obwohl Elephantulus auf deutsch „Elefantenspitzmaus“ heisst, sind die kleinen Wüstenbewohner weder mit dem Elefanten noch mit der Spitzmaus direkt verwandt. Elefantenspitzmäuse sonnen sich gerne auf  warmen Felsen. Nachts machen sie sich auf die Suche nach Insekten, Maden und Käfern oder pflanzlicher Nahrung.

Der Zoo in Basel feiert eine neugeborene Elefantenspitzmaus mit einem hübschen kleinen Film:

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Tag der grauen Riesen

Heute ist der Welttag des Elefanten! Zu Ehren der grauen Riesen habe ich drei Dinge aus einem wunderschönen Buch des Schweizer Elefantenforschers Fred Kurt für euch zusammengetragen, die ihr vermutlich noch nicht über Elefanten wusstet.

Ein Siri-Jäger auf seinem Elefanten

Ein Siri-Jäger auf seinem Elefanten

1 – Auch wilde Elefanten haben Namen: Jeder Elefant hat einen eigenen Kontaktlaut, den alle anderen Herdenmitglieder kennen. Viele Elefanten kennen sogar die Kontaktlaute von Elefanten außerhalb der eigenen Herde. Im Durchschnitt können erfahrene Leitkühe die Kontaktlaute von etwa hundert anderen Elefanten erkennen.

2 – Früher wurden junge Elefanten in Südindien noch in Fallgruben gefangen. Es wird berichtet, dass oftmals die ganze Herde zu den Fallgruben zurückkehrte, um gefangene Artgenossen zu befreien. Die Tiere füllten dazu die Grube mit Ästen und Erde auf.  Irgendwann stand das Jungtier dadurch so hoch, dass die älteren Elefanten es mit ihren Rüsseln aus der Falle heraus heben konnten.

3 – Elefanten schlafen gerne bequem. Bevor sie sich hinlegen bauen sie sich gerne Kopfkissen aus Blättern. Kandy, ein indischer Tempel-Elefant mit besonders langen Stoßzähnen, schlief gerne im Stehen. Dazu stützte Kandy seinen Kopf auf einen Palmenstamm, den er sich zu diesem Zweck passend zurechtgemacht hatte.

Fred Kurts Buch heisst „Von Elefanten und Menschen“ und ist 2014 im Haupt Verlag, Zürich erschienen. Ihr könnt es direkt über die Verlagsbuchhandlung oder über die Buchhandlung bei euch um die Ecke bestellen.

In dem Filmchen seht ihr noch einen zuckersüßen jungen Elefanten, der gerade dieses lange Ding in seinem Gesicht entdeckt hat und es ausgiebig erforscht.

Hier könnt ihr noch mehr über Elefanten lesen. Wie viele andere Tierarten sind auch Elefanten bedroht. Viele Organisationen versuchen, die Elefanten und ihre Lebensräume zu schützen. Der WWF etwa kämpft gegen Wilderei und illegalen Stoßzahnhandel. Der Kölner Zoo unterstützt ein Projekt in Sri Lanka, bei dem verwaiste Jungelefanten aufgezogen und wieder ausgewildert werden.

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Das Rätsel der verschwundenen Bäume im Yellowstone Park und die Rückkehr der Wölfe

Der Yellowstone Nationalpark ist das älteste Naturschutzgebiet der Erde. Dennoch verschwanden zwischen 1930 und 1996 zahllose Bäume aus dem Gebiet. Am stärksten waren die Espen und die Weiden an den Flussufern betroffen. In manchen Winkeln des Parks fehlten ganze Wälder, die auf älteren Fotografien noch zu sehen waren.

Verschwundene Bäume

Die Biologen, die das Phänomen erklären sollten, standen vor einem Rätsel. In dem Park wurde nicht gerodet. Weil in den Gebieten außerhalb des Parks deutlich mehr Bäume gediehen, schlossen die Biologen auch den Klimawandel als Ursache für das Verschwinden der Bäume aus. Die noch vorhandenen Bäume wurden auch auf mögliche Schädlinge, Pilze oder andere Krankheiten untersucht. Der Bestand war jedoch völlig gesund. Die meisten Bäume waren allerdings bereits um die 70 Jahre alt. Sehr junge Triebe fanden die Biologen ebenfalls. Mittelalte Bäume entdeckten die Forscher dagegen kaum.

...und dann kam der Wolf

…und dann kam der Wolf

Etwa zur gleichen Zeit, im Jahr 1995, wurden in Yellowstone 31 Wölfe ausgewildert. Zuvor waren die Tiere im Yellowstone Nationalpark schon seit mehreren Jahrzehnten ausgerottet gewesen. Bereits nach kurzer Zeit schlossen sich die freigelassenen Tiere nun zu Rudeln zusammen. Sie begannen, Hirsche zu jagen.

Die Jagd der Wölfe wirkte sich direkt auf das Leben anderer Tiere aus. So bot ein von Wölfen getöteter Hirsch auch Raben, Elstern, Grizzlys, Schwarzbären, Adlern, Käfern und Insekten Nahrung.

Doch auch indirekt beeinflussten die zurückgekehrten Wölfe das Leben im Nationalpark. Weil es weniger Hirsche gab, die junge Triebe abknabberten, begannen neue Bäume zu wachsen. Auch andere Pflanzen wuchsen wieder besser. Die Bären fanden wieder mehr von den nahrhaften Beeren, die sie brauchten, um sich ihren Winterspeck anzufressen. An den Flussufern wuchsen wieder Weiden und sorgten dafür, dass weniger Erde vom Wasser weggeschwemmt wurde.

Über die nachwachsenden Weiden freuten sich wiederum die Biber. Mit den Bäumen war auch die Zahl der Biber jahrzehntelang immer weiter zurückgegangen. Als wieder mehr Bäume an den Flussufern standen, konnten sich die Biber wieder stärker ausbreiten. Über die Biber gelangten wichtige Nährstoffe für Pflanzen in das Wasser. Zudem trugen die Biberdämme an den Flussufern dazu bei, das Wasser auf den Wiesen besser zu verteilen. Immer mehr Pflanzen begannen zu wachsen.

Ein hocherfreuter Biber nagt an einem Zweiglein

Ein hocherfreuter Biber nagt an einem Zweiglein

Biologen gehen inzwischen davon aus, dass der Grund für das Verschwinden der Bäume die Abwesenheit der Wölfe gewesen sein muss. Fehlt eine einzige Art in dem ewigen Spiel von Werden und Vergehen, kann das Auswirkungen auf alle haben.