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Stark und gut – die Sternenzacke-Supersupersuper-Fußball-Experten über die Gewalt in den Stadien

Der Buckelwal, ein starker und friedliebender Meeresbewohner. Und singen kann er auch.

Der Buckelwal, ein starker und friedliebender Meeresbewohner. Und singen kann er auch. Das Zitat stammt von der offiziellen Homepage von Astrid Lindgren.

Was unsere Supersupersuper-Fußball-Experten zu den gewalttätigen Ausschreitungen in den Fußballstadien zu sagen haben, ist jedenfalls schonmal stark und gut:

Leonie, 11, aus Jüchen/ Schlich:

„Die Prügeleien bei den Spielen finde ich nicht gut. Beim Fußball sollte man sich verstehen. Es ist ja ein Teamsport. Und die Spieler können sich ja auf dem Rasen auch nicht einfach prügeln. Die Schläger hatten auch ziemlich viel getrunken, das hat auch eine Rolle gespielt.“

Max, 9, aus Düsseldorf:

„Ich finde es nicht okay, wenn Leute ins Stadion kommen, sich die Hucke vollsaufen und sich prügeln. Meistens sind es ja kleine Grüppchen. Man sollte die Mannschaften disqualifizieren, wenn ihre Fans sich so benehmen. Die meisten, die da hinkommen sind ja friedlich und denen gegenüber ist es echt nicht fair, sich so zu benehmen. Es ist auch kein gutes Vorbild – es sind ja auch Kinder dabei. Dass sie sich auf Strasse weiterprügeln, finde ich auch nicht gut.“

Ben, 9, aus Schopfheim:

„Ich finde es schon gemein, dass die Russen fast rausgeflogen sind, weil die Fans sich geprügelt haben… Die deutschen Hooligans sind ja auch ja krass und uns wird das nicht angedroht.“

Lukas, 10, aus Düsseldorf/ Flehe:

„Ich fand es doof von den Hooligans, dass sie die ganze Zeit das Spiel blockiert haben. Da lag jemand auf dem Boden und die haben ihn noch weiter auf den Kopf getreten. Und einer von den Schlägern war jetzt im Stadion. Es gibt immer noch mehr Verletzte als Festnahmen. 50 Leute sind verletzt, einer schwer, und 37 haben sie festgenommen. Das geht echt nicht.“

Und was können Erwachsene tun? Als Astrid Lindgren als erste Kinderbuchautorin den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhielt, schloß sie ihre Rede mit folgenden Worten:

„In dieser unserer Gegenwart gibt es – selbst ohne Krieg – so unfassbar viel Grausamkeit, Gewalt und Unterdrückung auf Erden, und das bleibt den Kindern keineswegs verborgen. Sie sehen und hören und lesen es täglich, und schließlich glauben sie gar, Gewalt sei ein natürlicher Zustand. Müssen wir ihnen dann nicht wenigstens daheim durch unser Beispiel zeigen, dass es eine andere Art zu leben gibt?“

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