Artikel
0 Kommentare

Die größten Kleinen der Erde

@ Chris Ella Dick 2018

Vermutlich wurde das Wort „Krill“ von „kriel“, einem alten niederländischen Wort für „klein“ abgeleitet. Norwegische Walfänger machten daraus „Krill“. Sie verwendeten das Wort für die Unmengen der winzigen Krebse, die sie im Magen der getöteten Wale fanden. „Krill“ bedeutete für die Walfänger schlichtweg „das, was die Wale essen“.

Tatsächlich sind die bis zu 6 cm langen Schalentiere ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette. Unter anderem lebt das nach heutigem Wissensstand größte Tier, das je auf der Erde gelebt hat – der Blauwal –  von Krill. Aber auch andere Walarten und Tiere wie Robben, Pinguine, Meeresvögel und viele Fischarten brauchen die Winzlinge als Nahrung.

Dennoch kann Krill weit mehr als für die Nahrung größerer Tiere zu sorgen. Die kleinen Krebse können sich beispielsweise selbst zum Leuchten zu bringen. Welche chemischen Prozesse am Leuchten der Krebslein beteiligt sind, ist noch wenig erforscht. Zumindest hat das Leuchten schon einen klangvollen Namen: „Bioluminiszenz“.

Krill tritt in riesigen Schwärmen auf. In einem Kubikmeter Wasser können sich bis zu 30.000 Exemplare der winzigen Krebse befinden. Manche Schwärme sind so groß, dass das Meer rosa erscheint.

Man nimmt an, dass die kleinen Krebse ihre Schale abstreifen können, um schneller zu entwischen, wenn ein Räuber angreift. Und in besonders futterarmen Zeiten kann Krill schrumpfen, um Energie zu sparen.

Seit den 1970er Jahren wird Krill industriell gefischt. Die kleinen Krebse landen dann als Fischfutter in Fischfarmen oder werden von der Pharma-Industrie für Omega-3-Kapseln verwendet. Da Krill für das Überleben so vieler Tierarten von so großer Bedeutung ist, versuchen Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace zusammen mit der EU, im antarktischen Wedellmeer das größte Meeresschutzgebiet der Welt zu etablieren. Unter diesem Link könnt ihr euch mit eurer Unterschrift für das Schutzgebiet einsetzen. Eine Million Menschen aus aller Welt haben bereits unterschrieben.

In diesem wunderschönen Film des BBC könnt ihr fast vier Minuten lang zuschauen, wie Wale in der Antarktis Krill jagen.

Und wer nur anderthalb Minuten Zeit hat, kann in diesen von einer Drohne gefilmten Aufnahmen einem Wal beim Verputzen eines Krillschwarms zuschauen.

Quellen: Die Zeit, Greenpeace (06.11.2017), Greenpeace (14.03.2018), The Guardian (13.03.2018), The Guardian (14.02.2018).

Artikel
0 Kommentare

Was so ein Seehund den ganzen Tag treibt

© Chris Ella Dick 2018

Die sorgfältigen Beobachtungen der Meeressäuger stammen aus der Feder von Alfred Brehm, einem der bedeutendsten Zoologen des 19. Jahrhunderts. Die Texte des Seehund-Comics stammen aus Alfred Brehm (1927): Brehms Tierleben, Säugetiere, Band 10: Vielhufer – Flossenfüßler – Kapitel 3. Das ganze Kapitel könnt ihr im Projekt Gutenberg von Spiegel Online nachlesen.

Die Matrosen auf dem Schiff im letzten Bild singen übrigens gerade „Das ist die Liebe der Matrosen“, ein Lied von den Comedian Harmonists aus dem Jahr 1931. Das ganze Lied könnt ihr euch in diesem Youtube-Clip anhören.

Artikel
0 Kommentare

Von fabulösem Froschgesang und anderen magischen Klängen

Was ist das schönste Geräusch der Welt? Der Sound-Experte Julian Treasure wollte es ganz genau wissen und rief deshalb in einem Online-Wettbewerb dazu auf, Aufnahmen der weltschönsten Klänge einzusenden.

Allerlei magische Klänge wurden Julian zugeschickt. Aus Meeresrauschen, Flussgeräuschen, Wassertropfen, Vogelgesängen, Babykichern, Katzenschnurren und anderen Ohrenschmeichlern erkor die Jury schließlich das Singen der Frösche an einem Teich auf Borneo zum schönsten Sound der Welt.

In den Soundcloud-Links könnt ihr euch einige Finalisten und natürlich den Wettbewerbssieger anhören. In der Illustration seht ihr außerdem, was die Finalisten ausser schönen Klängen sonst noch so drauf haben…

Und was hörst du am liebsten? Musik, die so richtig rummst? Wind, der in den Blättern säuselt? Das Geräusch eines Pinsels, der über das Papier streicht? Das Geräusch beim Umschlagen von Buchseiten? Das Kichern eures kleinen Geschwisterchens? Torjubel bei Sankt Pauli? Das Kauen von Kühen im Gras?

© by Chris Ella Dick 2018

Und so klingt der Froschchor, der den ersten Preis eingeheimst hat… Die Singdrossel in der Dämmerung, die Meereswellen am Strand, das Plätschern des Flusses, der Gesang des Leierschwanzvogels und der morgendliche Wald, die es ins Finale geschafft haben, könnt ihr euch hier ebenfalls anhören:

Abenddämmerung am Froschteich auf Borneo:

Morgendämmerung im Redwood Wald (Yosemite NP):

Der Gesang des australischen Leierschwanzvogels:

Meeresrauschen in Sonoma:

Singdrossel in der Morgendämmerung:

Der San Pedro River in Arizona:

Quellen: treehugger.com, beautifulnow.is.

Artikel
0 Kommentare

Flosse, Schwimmbrille, Eimer, Stab und Bürste

Der japanische Belugawal Nack

Belugawale verständigen sich untereinander über hohe Laute. Weil sie so viele Töne von sich geben und weil ihr Gesang besonders schön klingt, werden Belugas auch „Kanarienvögel des Meeres“ genannt.

Der japanische Professor Tsukasa Murayama hat sich die Sangesfreude der Belugas zunutze gemacht, um einem Belugawal namens Nack Namen für verschiedene Gegenstände beizubringen. Der Professor verwendete für jeden Gegenstand eine Tonfolge, die dem Tonspektrum der Belugas entsprach. Nack hat inzwischen die Laute für „Schwimmflosse“, „Eimer“, „Taucherbrille“, „Kommunikationsstab“ und „Bürste“ gelernt.

Die Worte, die Nack sagen kann

Nacks menschlicher Kollege hofft, dass sich die Kommunikation zwischen Wal und Mensch eines Tages so weit entwickelt haben wird, dass uns ein Belugawal wie Nack mitteilen kann, wie es ihm geht.

Unter diesem Link zur BBC könnt ihr euch den wunderschönen Gesang der Belugas anhören.

 

 

 

Artikel
0 Kommentare

Das fabulöse Sternenzacke-Sommerferien-Webcam-Special – Heute: Mit den Fischen durch die Tiefen des Meeres dümpeln

Da schwimmt doch wer…

Heute gibt es ein neues Highlight unserer Sternenzacke-Sammlung der weltallerbesten superdupersten und grandiosesten Webcams für euch: Der Link zu der heutigen Webcam führt euch direkt in die Tiefen des Cayman Reef.

Wenn das Bild wegen der Zeitverschiebung dunkel sein sollte, lohnt es sich, später wieder einzuschalten. Bis dahin könnt ihr euch die Zeit mit ein paar Artikeln über Haie, Narwale, oder Nordseewale vertreiben oder euch ansehen, wie ein Roboter nach Quallenart fliegt.

Hier geht es auf Tauchstation:

http://explore.org/live-cams/player/cayman-reef-cam

Wenn euch die Webcam inspiriert, euch für die Ozeane einzusetzen, findet ihr in unserem Seekuh-Artikel und auf der Homepage von One Earth One Ocean weitere Informationen.

Galerie
0 Kommentare

Haie

Jedes Jahr werden durchschnittlich zwischen fünf und elf tödliche Haiangriffe auf Menschen registriert. Umgekehrt werden jährlich fast 100 Millionen Haie durch Menschen getötet, oft nur wegen ihrer Flossen. 70 Haiarten sind bereits vom Aussterben bedroht. Über Tierschutzorganisationen wie den WWF kannst du zum Schutz der Haie beitragen.