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Brombeeren essen und danach mal so richtig ausschlafen…

Eine Haselmaus (Muscardinus avellanarius) träumt von so richtig dicken fetten Brombeeren

Eine Haselmaus (Muscardinus avellanarius) träumt von so richtig dicken Brombeeren

Eigentlich gehören Haselmäuse nicht zu den Mäusen, sondern zur Familie der Schläfer. Sie sind unter anderem mit dem Siebenschläfer verwandt.

Haselmäuse sind ziemlich klein. Ihren buschigen Schwanz eingerechnet sind sie nur etwa so lang wie ein Iphone 6 (etwa 15 cm). Allerdings sind Haselmäuse deutlich leichter als das Apple-Gerät – die Tiere wiegen zwischen 15 und 35 Gramm. Anders als das Iphone 6 sind Haselmäuse außerdem hervorragende Kletterer.

Im Herbst fressen sich die kleinen Nager ihre Schläferbäuchlein voll. Ihre Lieblingsspeise sind Brombeeren und Nüsse, aber auch Samen, Schnecken oder Vogeleier können auf dem Speiseplan der Haselmaus stehen. Sobald sie sich dick und rund gefressen haben, rollen sich die Tiere in einem „Kobel“ genannten Nest zusammen und schlafen, bis es Frühling wird. Sehr vernünftig!

Anbei noch ein kurzer Film über Haselmäuse in Bayern!

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Weltretten, kinderleicht…

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Als ein Mann eines Morgens an einem Strand spazieren ging, entdeckte er Hunderte junger Wasserschildkröten im Sand. Die frisch geschlüpften Schildkröten mussten ins Meer gelangen, bevor die hungrigen Möwen oder andere Raubvögel sie entdeckten. Mühsam und beharrlich kämpften sich die Wasserschildkröten durch den Sand.

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Gemächlich schlenderte der Mann weiter. Plötzlich sah er in der Ferne eine kleine Gestalt, die sich tänzerisch bewegte. Der Mann schob sich seinen Hut zurecht und ging auf die Gestalt zu. Als er näher kam, entdeckte er, dass die Gestalt ein Mädchen in Gummistiefeln war, das die jungen Schildkröten aufhob und sie vorsichtig ins rettende Wasser warf.

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„Das bringt doch nichts, was du da machst“, sagte der Mann zu dem Mädchen. „Es sind viel zu viele Wasserschildkröten. Du kannst sie nicht alle retten. Es macht überhaupt keinen Unterschied.“

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Das Mädchen schaute die Wasserschildkröte in ihrer Hand an. Dann drehte sie sich um und warf das Tier behutsam ins Wasser. „Für diese Schildkröte“, antwortete das Mädchen, „hat es einen Unterschied gemacht.“

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So erzählt von meinem Zenlehrer Daniel Doen Silberberg, Roshi, nach dem Text „The Star-Thrower“ von Loren Eiseley.

Based on the story „The Star-Thrower“ by Loren Eiseley. For an English version, check out this Link. In the English version, you will find that the story also works with starfish instead of turtles, an old man instead of the man with hat, and a boy instead of a girl  🙂

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Entfleucht

Juhu, entwischt!

Juhu, entwischt!

In dem kleinen BBC-Naturfilm seht ihr, wie eine ziemlich flinke junge Meeresechse auf den Galapagosinseln einer immer größer werdenden Menge von Schlangen entschlüpft. Der Film wird in den letzten Sekunden fast ein bisschen zu spannend, deshalb sei für zarte Seelen vorweg angemerkt: Es sieht zwischendurch zwar gar nicht gut aus für das Echslein, aber sie wird es schaffen! Versprochen!

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Schlafende Meisterpiloten

Ein verliebtes Fregattvogelmännchen versucht, ein Weibchen zu beeindrucken, indem es seinen quietschroten Kehlsack aufpustet.

Ein verliebtes Fregattvogelmännchen versucht ein Weibchen zu beeindrucken, indem es seinen quietschroten Kehlsack aufpustet.

Fregattvögel können bis zu zwei Monate lang ununterbrochen über das Meer fliegen ohne auch nur ein einziges Mal zwischenzulanden. Aber wie schlafen die Vögel eigentlich auf ihren wochenlangen Flügen über das Meer?

Genau das haben sich einige Vogelforscher gefragt. Die Forscher fuhren auf die Galapagosinseln und statteten einige Fregattvögel mit speziell entwickelten sehr kleinen und sehr leichten Messgeräten aus. Die Messgeräte zeichneten die Gehirnaktivität der Vögel auf.

Es stellte sich heraus, dass Fregattvögel während des Fluges schlafen können. Meistens schläft dabei nur eine Hälfte des Vogelgehirns. Gelegentlich schlafen auch beide Hirnhälften. Die Vögel lassen meist ein Auge offen, um besser manövrieren zu können.

Ein Fregattvogelweibchen denkt an den Fisch, von dem es gleich träumen wird.

Ein Fregattvogelweibchen denkt an den Fisch, von dem es gleich träumen wird.

Wenn sie fliegen, schlafen die Vögel allerdings nicht besonders lang. Die Tiere kommen während der Flüge mit nur 42 Minuten Schlaf am Tag aus. Meistens schlafen Fregattvögel im Flug nur sechs Minuten am Stück. Wenn sie an Land sind, schlafen die Vögel dagegen bis zu 12 Stunden täglich.

Die Forscher überlegen jetzt, wie man die Ergebnisse nutzen kann, um Menschen dazu zu bringen, mit weniger Schlaf auszukommen und tagelang aktiv zu sein.

Schüler in aller Welt dagegen suchen nach vernünftigeren Einsatzgebieten für die Ergebnisse. Sie versuchen nun, wenigstens mit einer Gehirnhälfte zu schlafen wenn der Unterricht zu langweilig wird.

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Hatschi!

Pandabärin

Pandabärin

Es gibt gute Nachrichten vom Großen Panda! Dank umfangreicher Schutzprogramme gibt es wieder mehr Pandas in Chinas Bambuswäldern. Bis vor Kurzem standen die Großen Pandas noch auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzorganisation IUCN. In der Roten Liste werden die Tierarten aufgezählt, die vom Aussterben bedroht sind. Nachdem die Pandas erneut gezählt wurden, geht man jetzt davon aus, dass es wieder genügend Tiere gibt, um die Art zu erhalten. Die Großen Pandas werden deshalb jetzt nicht mehr als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Dass es wieder mehr Große Pandas gibt, liegt vor allem an den umfangreichen Schutzprogrammen für diese Tierart. Andere Tierarten, wie etwa Berggorillas, Nashörner oder Waldelefanten, sind nach wie vor vom Aussterben bedroht. Wie ihr euch für bedrohte Tiere einsetzen könnt, erfahrt ihr auf der Young-Panda-Website des WWF oder über Kids.Greenpeace.

Zur Feier der wachsenden Pandabestände könnt ihr euch hier noch ansehen, wie einst ein ausgesprochen putziger Nieser einer Pandabärenmutter einen Riesenschreck einjagte…

Vielen Dank an Magnus, Finder und Wiederfinder dieses entzückenden Pandafilms!

 

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Vorsicht, piekst…

Dicker Igel

Dicker Igel

Wenn es Herbst wird, müssen sich Igel einen dicken Winterspeck anfressen. Die pieksigen Gesellen ziehen jetzt Tag und Nacht durch Gärten und Grünanlagen, um nach Essbarem zu suchen.

Schon ein kleines bisschen Unordnung im Garten kann Igeln beim Überwintern helfen. So hilft es Igeln, wenn du trockene kleine Löcher in dichten Gartenhecken, unter Holzstapeln, alten Wurzeln, Reisighaufen, unter dem Kompost oder dem Gartenhäuschen frei lässt. Solche Löcher nutzen Igel gerne für ihren Winterschlaf. Auch solltest du deinen Garten nicht allzu gründlich von Laub befreien: Mit herumliegenden Zweigen, Gestrüpp und trockenen Blättern können die Igel ihren Unterschlupf vor ihrem Winterschlaf auspolstern. Wenn das Stacheltier sich dann zum Winterschlaf zusammenrollt, schützen es die Blätter und Zweige vor Kälte.

Meistens kommen Igel bei der Futtersuche sehr gut allein zurecht. Wenn du ihnen trotzdem helfen möchtest, sich einen gepflegten Winterspeck anzufressen, kannst du deinen stacheligen Freunden ein Schälchen mit Katzen- oder Hundedosenfutter, ungewürztem und ungesalzenem Rührei, gekochtem Geflügelfleisch oder durchgegartem Hackfleisch in den Garten stellen. Eine flache Schale mit frischem Wasser nehmen Igel auch gerne an.

Auf keinen Fall solltest du Igeln Milch, Milchprodukte, Speisereste, Obst, Gemüse, Nüsse, Rosinen und Babybreis anbieten. Igel können davon krank werden.

Solange sie genügend Futter finden, halten Igel keinen Winterschlaf. Damit sich die Stacheltiere in ihre Winterruhe begeben können, solltest du ihnen deshalb kein Futter mehr geben, sobald es friert oder schneit.

Auch wenn ein Igel im Herbst noch recht klein ist, hat er sehr gute Chancen, den Winter auf sich allein gestellt zu überleben. Es ist normalerweise nicht notwendig, die pieksigen Gesellen im Haus überwintern zu lassen. Igel, die im Haus überwintert haben, finden sich im Frühjahr deutlich schlechter in ihrer Umgebung zurecht als Igel, die in ihrem natürlichen Lebensraum überwintert haben.

Nur wenn ein Igel stark unterernährt oder krank ist, solltest du ihn mit nachhause nehmen. Ein Igel gilt als unterernährt, wenn er noch lange nach Wintereinbruch und bei klirrender Kälte und Bodenfrost 500 Gramm oder weniger wiegt. Einen kranken Igel solltest du unbedingt zum Tierarzt, zum Tierheim oder zu einer Igelstation bringen.

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Das große Schnattern

Wildgänse

Wildgänse

Eine fliegende Wildgans erzeugt mit ihrem Flügelschlag einen Aufwind für das hinter ihr fliegende Tier. Wenn sie in einer keilförmigen Formation fliegen, brauchen die Vögel deshalb nur etwa halb so viel Kraft für den Flug wie eine allein fliegende Wildgans.

Wildgänse können sehr gut sehen. Um in der Formation zu fliegen, orientieren sich die Wildgänse an der Schwanzspitze der vor ihr fliegenden Gans.

Wenn die Gans an der Spitze der fliegenden Wildgänseschar müde wird, tauscht sie ihren Platz mit einem der hinter ihr fliegenden Tiere. Es gibt keine fest bestimmte Leitgans, die immer voranfliegt.

Wenn du schon einmal Wildgänse vorbeifliegen gesehen hast, ist dir sicher aufgefallen, dass die Tiere im Flug unaufhörlich rufen. Mit ihren Rufen helfen sich die Wildgänse gegenseitig dabei, in der Formation zusammenzubleiben.

Wird eine Wildgans auf der Reise krank oder wird sie angeschossen, lösen sich gewöhnlich mindestens zwei weitere Tiere aus der Flugformation und begleiten die verletzte Gans bis auf den Boden. Dort warten die Wildgänse bei ihrer verletzten Gefährtin. Erst wenn die verletzte Gans gestorben oder wieder flugfähig ist, fliegen die Wildgänse weiter. Wenn ihre ursprüngliche Formation schon zu weit weg ist, schließen sich die Vögel für den Weiterflug einer anderen Gruppe von Wildgänsen an.