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Regenbogen

Am Ende des Regenbogens

Am Ende des Regenbogens

1637 erkannte der Philosoph René Descartes, dass Regenbogen entstehen, wenn Sonnenlicht von Regentropfen in verschiedene Farben gebrochen wird.

Vor Descartes‘ Entdeckung wusste man im Abendland nicht, woher Regenbogen kommen. Jahrhundertelang wurde sogar diskutiert, wie viele Farben ein Regenbogen hat. Der griechische Dichter Homer erklärte, dass Regenbogen aus einer einzigen Farbe bestünde – violett. Xenophanes, ein griechischer Philosoph, glaubte zwei weitere Farbe, gelbgrün und rot, im Regenbogen zu erkennen. Aristoteles, ebenfalls ein griechischer Philosoph und Naturwissenschaftler, stimmte Xenophanes zu. Im 17. Jahrhundert beschrieb Isaac Newton schließlich sieben Regenbogenfarben. In China glaubt man allerdings bis heute, dass ein Regenbogen nur fünf Farben hat.

Tatsächlich liegt die Zahl der Farben eines Regenbogens im Auge des Betrachters. Jeder Farbton geht langsam in den nächsten Farbton über, so dass keine klaren Grenzen zwischen den einzelnen Farben erkennbar sind.

Die Legende, dass am Ende des Regenbogens ein Schatz vergraben ist, stammt aus Irland. Man erzählt dort vom Leprechaun, dem Schuhmacher der Elfen, der seinen Schatz am Ende des Regenbogens versteckt haben soll.

Als kleinen Sternenzacke-Regenbogen-Bonus gibt es hier noch einen brandheissen Tipp für diejenigen von euch, die sich sogleich auf Schatzsuche begeben wollen: Wenn ihr zum Ende des Regenbogens gelangt und dort keinen vom Leprachaun verbuddelten Topf voll Gold findet, seid nicht traurig – ein paar Matschpfützen, durch die ihr schliddern könnt, findet ihr dort auf jeden Fall!

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Glühwürmchenbäuche

Glühwürmchen bei Tag

Glühwürmchen bei Tag

 

Tagsüber sehen Glühwürmchen aus wie unscheinbare Käfer. Bei Nacht aber leuchten sie wie tausend Sterne.

Mit dem Licht wollen Glühwürmchen andere Glühwürmchen anlocken, um neue Glühwürmchenfamilien zu gründen.

Das Licht stellen die Glühwürmchen mit ihrem eigenen Körper her. Im Bauch der Käfer befinden sich besondere Zellen, die ‚Leuchtzellen‘ genannt werden.

Die Leuchtzellen in den Glühwürmchenbäuchen enthalten einen Stoff namens ‚Luciferin‘. Um Licht zu produzieren, verbindet sich Luciferin mit Sauerstoff. Bei dieser chemischen Reaktion wird Energie frei, die als Licht zu sehen ist.

Weil die Energie fast ausschliesslich in Licht umgesetzt wird,  wird der Glühwürmchenbauch deshalb kaum wärmer, wenn er leuchtet. Auf diese Weise können die Käfer lange Zeit leuchten, ohne dass ihnen zu warm wird oder sie ihre Bäuche verbrennen.

Leuchtkäferregen in einer Sommernacht

Leuchtkäferregen in einer Sommernacht

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Die schöne Cacareco

Die bezaubernde Cacareco

Ein bezauberndes Nashorn

In den Sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts lebte ein hinreissend schönes Nashorn namens Cacareco im Zoo von Sao Paulo. Weil Cacareco so beazubernd schön war, wollte auch der Zoo von Rio de Janeiro das Nashorn haben.

Zwischen den Zoos der beiden Städte entbrannte ein Streit um Cacareco. Der Streit beschäftige die Presse über Wochen, so dass bald jeder Zeitungsleser in der Gegend Cacareco kannte und die Nashorndame durch den Streit berühmt wurde.

Als in Sao Paulo ein neuer Bürgermeister gewählt werden sollte, verteilte eine von Studenten gegründete Spaß-Partei Wahlzettel, auf denen der Name Cacareco stand. Und weil alle Cacareco mochten, bekam die Nashorndame über hunderttausend Stimmen – weit mehr als jeder andere Kandidat.

Bis die Wahl annulliert wurde, war die schöne Cacareco also gewählte Bürgermeisterin von Sao Paulo.

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Mit den Armen denken…

Den gibt es wirklich...

Den gibt es wirklich

Nachdem ein knubbeliger leuchtend lilafarbener Tintenfisch vor nicht allzu langer Zeit zuerst ein Forscherteam in einem Tauchboot und dann Internetuser weltweit verzückt hat, ist es wohl höchste Zeit für drei Dinge, die ihr vermutlich noch nicht über die erstaunlichen Kopffüßer wusstet…

– Tintenfische können Menschen unterscheiden: In einem Aquarium besuchten zwei Biologen eine Zeitlang jeden Tag einen Oktopus. Beide Männer trugen dabei immer die gleichen blauen Overalls. Einer der beiden Männer brachte dem Oktopus jedes Mal eine Leckerei mit. Der andere Mann piekste den Oktopus bei jedem Besuch mit einem Stöckchen. Anfangs verhielt sich der Oktopus beiden Besuchern gegenüber gleich. Nach ein paar Tagen begann er allerdings, eine Drohhaltung einzunehmen, sobald der Stöckchen-Besucher vor dem Aquarium auftauchte. Bei dem anderen Besucher verhielt sich der Oktopus neutral.

– Tintenfische können mit ihren Armen denken: Die Nervenzellen eines Tintenfisches befinden sich nicht nur im Kopf des Tieres, sondern auch in den Beinen: Tintenfische haben bis zu 2000 Saugnäpfe an ihren Tentakeln. In jedem Saugnapf befinden sich etwa eine halbe Million Nervenzellen. Zusätzlich gibt es in jedem Arm des Tintenfisches eine Kette von ‚Ganglien’ genannten Nervenzellen. Anders als beim Menschen, bei dem die meisten Nervenimpulse im Gehirn zusammenlaufen, ist das Nervensystem der Tintenfische also nicht zentral organisiert. Es kann deshalb passieren, dass sich ein verletzter Tintenfischarm allein weiterbewegt und sogar nach Futter greift.

– Die Haut von Tintenfischen reagiert auf Licht: Wenn ein Tintenfisch seine Farbe ändert, kann der Befehl dazu aus dem Gehirn oder direkt aus den Tentakeln gekommen sein. In dem kleinen Film seht ihr, wie unglaublich schnell Tintenfische ihre Farbe verändern können.

Die Informationen über die Kopffüßer stammen aus dem Buch „Are We Smart Enough To Know How Smart Animals Are?“, geschrieben von dem niederländischen Biologen Frans de Waal, erschienen 2016 bei W.W.Norton & Company Ltd.

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Warum es keine Vampire gibt…

Gibts doch gar nicht...

Gibts doch gar nicht…

Jahrhundertelang glaubten Menschen an Vampire. Dann kam Georg, 10, aus Heppenheim, und bewies mit einer einfachen Rechnung, dass es keine Vampire geben kann:

Auf der Erde leben heute knapp 8 Milliarden Menschen. Georg nahm an, dass ein Vampir einen Menschen pro Monat braucht, um zu überleben.

Weil der von dem Vampir gebissene Mensch dann auch zum Vampir wird, gibt es nach einem Monat also zwei Vampire. Das bedeutet also, dass sich die Zahl der Vampire jeden Monat verdoppelt.

Nach zwei Monaten gibt es bereits vier Vampire. Schließlich haben beide Vampire jeweils einen Menschen gebissen.

Nur einen Monat später schweben schon acht Vampire durch die Dunkelheit der Nacht. Nach vier Monaten sind es schon sechzehn.

Ihr habt sicher schon ausgerechnet, wie viele Vampire es nach fünf Monaten geben muss? Richtig, es sind 32!

Verdoppelt sich die Zahl der Vampire jeden Monat weiter, kommen nach einem einzigen Jahr bereits rund 4100 Vampire zusammen. Die Hälfte der Blutsauger kommt natürlich im letzten Monat des ersten Jahres hinzu: Im Monat zuvor waren es noch ungefähr 2050. Im ersten Monat des nächsten Jahres wächst die Zahl der Vampire auf etwa 8200 an, im zweiten Monat auf rund 16.400.

So verdoppelt sich also eine immer größere Zahl von Vampiren von Monat zu Monat.

Die monatliche Verdopplung der Blutsauger

Die monatliche Verdopplung der Blutsauger

Insgesamt reichen etwas mehr als 33 Monate aus, damit die Zahl der Vampire die Acht-Milliarden-Marke erreicht. In diesem Fall gäbe es schon längst keine echten Menschen mehr auf dem Planeten. Wir wären allesamt verhungernde Vampire. Oder es hat von Anfang an keine Vampire gegeben.

Wenn ihr den Artikel bis hierhin gelesen habt, wisst ihr jetzt nicht nur, warum es keine Vampire gibt, sondern ihr habt auch ganz nebenbei auch das Geheimnis des exponentiellen Wachstums kennengelernt!

Vielen Dank an Georg für die elegante Beweisführung und an unseren Berater in allen mathematischen Belangen, Dr. Ingo Kraus!

Elephantulus

Elephantulus

Der possierlichste Nachklang zum Welttag des Elefanten am 12. August heisst Elephantulus und hat eine sehr längliche und sehr bewegliche Nase. Das Tierchen wiegt zwischen 30 und 70 Gramm und gehört zur Familie der Rüsselspringer. Obwohl Elephantulus auf deutsch „Elefantenspitzmaus“ heisst, sind die kleinen Wüstenbewohner weder mit dem Elefanten noch mit der Spitzmaus direkt verwandt. Elefantenspitzmäuse sonnen sich gerne auf  warmen Felsen. Nachts machen sie sich auf die Suche nach Insekten, Maden und Käfern oder pflanzlicher Nahrung.

Der Zoo in Basel feiert eine neugeborene Elefantenspitzmaus mit einem hübschen kleinen Film:

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Tag der grauen Riesen

Heute ist der Welttag des Elefanten! Zu Ehren der grauen Riesen habe ich drei Dinge aus einem wunderschönen Buch des Schweizer Elefantenforschers Fred Kurt für euch zusammengetragen, die ihr vermutlich noch nicht über Elefanten wusstet.

Ein Siri-Jäger auf seinem Elefanten

Ein Siri-Jäger auf seinem Elefanten

1 – Auch wilde Elefanten haben Namen: Jeder Elefant hat einen eigenen Kontaktlaut, den alle anderen Herdenmitglieder kennen. Viele Elefanten kennen sogar die Kontaktlaute von Elefanten außerhalb der eigenen Herde. Im Durchschnitt können erfahrene Leitkühe die Kontaktlaute von etwa hundert anderen Elefanten erkennen.

2 – Früher wurden junge Elefanten in Südindien noch in Fallgruben gefangen. Es wird berichtet, dass oftmals die ganze Herde zu den Fallgruben zurückkehrte, um gefangene Artgenossen zu befreien. Die Tiere füllten dazu die Grube mit Ästen und Erde auf.  Irgendwann stand das Jungtier dadurch so hoch, dass die älteren Elefanten es mit ihren Rüsseln aus der Falle heraus heben konnten.

3 – Elefanten schlafen gerne bequem. Bevor sie sich hinlegen bauen sie sich gerne Kopfkissen aus Blättern. Kandy, ein indischer Tempel-Elefant mit besonders langen Stoßzähnen, schlief gerne im Stehen. Dazu stützte Kandy seinen Kopf auf einen Palmenstamm, den er sich zu diesem Zweck passend zurechtgemacht hatte.

Fred Kurts Buch heisst „Von Elefanten und Menschen“ und ist 2014 im Haupt Verlag, Zürich erschienen. Ihr könnt es direkt über die Verlagsbuchhandlung oder über die Buchhandlung bei euch um die Ecke bestellen.

In dem Filmchen seht ihr noch einen zuckersüßen jungen Elefanten, der gerade dieses lange Ding in seinem Gesicht entdeckt hat und es ausgiebig erforscht.

Hier könnt ihr noch mehr über Elefanten lesen. Wie viele andere Tierarten sind auch Elefanten bedroht. Viele Organisationen versuchen, die Elefanten und ihre Lebensräume zu schützen. Der WWF etwa kämpft gegen Wilderei und illegalen Stoßzahnhandel. Der Kölner Zoo unterstützt ein Projekt in Sri Lanka, bei dem verwaiste Jungelefanten aufgezogen und wieder ausgewildert werden.